Erster Weltkrieg 1914 - 1918

Diese Webseite hat den Verlauf des 1. Weltkriegs (1914-1918) als Thema.
1914 Das Jahr ist vom Glauben an den schnellen Sieg geprägt
1915 Im zweiten Jahr festigt sich der Stellungskrieg
1916 Die Kriegswirtschaft ist immer mehr gefordert
1917 Rußland scheidet aus der Allianz gegen Deutschland aus
1918 Das Frühjahr ist für Deutschland der Anfang vom Ende
Der Verlauf der West- und Ostfront 1914 - 1918
Propaganda im 1. Weltkrieg
Empfehlenswerte Literatur über den 1. Weltkrieg
E-Mail
Vor 3 Generationen war die Welt der Schauplatz des ersten Kriegs, der sich auf sämtliche Kontinente erstreckte. Möglich geworden war dies durch Maschinen, die Menschen- und Tierkraft nach und nach ablösten, einer Massenproduktion in großen Fabriken und neuen Kommunikationsmitteln, die Abstände zwischen verschiedenen Orten auf der Erde verkürzten. Ein Grund für die Ausweitung des europäischen Kriegs auf die gesamte Welt war die Kolonialpolitik der europäischen Staaten zu Beginn des Jahrhunderts. "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" - unter diesem Motto wurde die Unterdrückung fremder Völker durch deutsche Soldaten und Industrielle durchgeführt. In Afrika hatte Deutschland große Gebiete unter seiner Herrschaft, die heute Tansania und Namibia heißen. Besonders im heutigen Tansania, dem damaligen Deutsch-Ostafrika, erhielten die Deutschen während des Weltkriegs eine große Unterstützung durch die Eingeborenen, die Askaris. Tansania befindet sich südlich von Kenia, begrenzt vom Kilimandscharo im Norden und dem Viktoriasee im Süden. Die kommunikative Verbindung zum deutschen Mutterland war trotz der Funktechnik, die damals bereits eingesetzt wurde, langwierig. An der Front in Europa verließ man sich auf Feldtelephon, Kurierhunde und Brieftauben. Die waren zwar abhörsicher aber nicht abfangsicher. Deshalb nahmen Geheimhaltung und Spionage einen großen Stellenwert ein. Der erste Weltkrieg war der erste "moderne" Krieg. In diesem Zusammenhang bedeutet modern, daß neue innovative Mittel erforscht und genutzt wurden, um Menschen in großer Anzahl zu ermorden. Zu diesen modernen Mitteln gehören eine großkalibrige Artillerie, Flammenwerfer, U-Boote, Giftgas und Panzer. 8,7 Millionen Tote forderte der 1. Weltkrieg. Im Gegensatz zum zweiten Weltkrieg waren nur wenige Zivilisten unter den Toten. Es traf hauptsächlich Soldaten - Soldaten, die Verse wie die von Friedrich Hölderlin hörten:

Der Tod fürs Vaterland
Du kömmst, o Schlacht! schon woogen die Jünglinge
Hinab von ihren Hügeln, hinab in's Thal,
Wo kek herauf die Würger dringen, -
Sicher der Kunst des Arms, doch sichrer.

Kömmt über sie die Seele der Jünglinge,
Denn die Gerechten schlagen, wie Zauberer,
Und ihre Vaterlandsgesänge
Lähmen die Kniee den Ehrelosen.

O nimmt mich, nimmt mich mit in die Reihen auf,
Damit ich einst nicht sterbe gemeinen Tods!
Umsonst zu sterben, lieb' ich nicht, doch
Lieb' ich, zu fallen am Opferhügel.

Für's Vaterland, zu bluten -des Herzens Blut
Für's Vaterland - und bald ists gescheh'n! Zu euch,
Ihr Theuern! komm' ich, die mich leben
Lehrten und sterben, zu euch hinunter!

Wie oft im Lichte dürstet' ich euch zu seh'n,
Ihr Helden und ihr Dichter aus alter Zeit!
Nun grüßt ihr freundlich den geringen
Fremdling und brüderlich ist's hier unten;

Und Siegesboten kommen herab: Die Schlacht
Ist unser! Lebe droben, o Vaterland,
Und zähle nicht die Toten! Dir ist,
Liebes! nicht Einer zu viel gefallen.

Die Gedanken der Menschen, die in diesen Krieg gingen, um zu sterben oder mit viel Glück das Inferno zu überleben, sind heute nur schwer nachvollziehbar. Diese Webseite soll helfen, uns gedanklich in den Zeitraum zwischen 1914 und 1918 zu versetzen. Der Schrecken dieses Kriegs ist hoffentlich all denen eine Warnung, die leichtfertig einen Frieden brechen.

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Herborn-Seelbach, 25. Oktober 2003


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